Verkehr


Welchen Einfluss nehmen Biokraftstoffe auf den zukünftigen Verkehr?

Der weltweite Energiebedarf im Verkehrssektor wird nach wie vor hauptsächlich mit fossilen Kraftstoffen gedeckt. Deutschland und Europa sind hingegen erheblichen Änderungen unterworfen und zunehmend geprägt von der öffentlichen Forderung nach mehr Energieeffizienz und Schadstoffreduktion. Das Interesse an den erneuerbaren Energien, der so genannten biogenen, also pflanzlichen und abfallbasierten Kraftstoffen, zumeist aus Altspeisefetten, hat aus folgenden Gründen an Bedeutung gewonnen:

1. die Begrenztheit der fossilen Energiequellen.

2. der EU-Gesetzliche Rahmen zur Reduzierung der CO2-Emission

3. nationale und internationale Sicherheitsinteressen bzgl. der Unabhängigkeiten von importierter Energien

4. die Zielformulierung der Europäischen Kommission zur Förderung von Biokraftstoffen in vielen europäischen Ländern und damit die Förderung der Verwendung.

Biodiesel kann sowohl in jedem Verhältnis fossilem Diesel beigemischt sowie auch als Reinkraftstoff getankt werden. Der Anteil des Biodiesels im Dieselkraftstoff wird in Prozent angegeben. Ein B100-Kraftstoff enthält also nur Biodiesel, ein B7-Kraftstoff ist mineralischer Diesel, dem 7 Prozent Biodiesel beigemischt sind. Seit 2007 muss in Deutschland fossilem Diesel laut Biokraftstoffquotengesetz ein Mindestanteil von 4,4 Prozent Biodiesel beigemischt werden. Seit 2009 ist ein biogener Anteil von 7 Prozent im herkömmlichen Diesel erlaubt. Dieses Gemisch ist ohne Anpassung in jedem Motor einsetzbar.