Lebensmittel


Durch den täglichen Genuss von Lebensmitteln ist der Mensch unweigerlich vielfältigen Einflüssen ausgesetzt. Es muss ausgeschlossen werden, dass in die äußerst komplexe Nahrungskette schädliche Stoffe gelangen, die Menschen gefährden oder schädigen können.

Nahrungsmittelkonkurrenz

Abfallbasierte Kraftstoffe stehen in keiner Konkurrenz zu Nahrungsmitteln. Sie werden ausschließlich aus solchen Materialien produziert, die nicht für den menschlichen Verzehr geeignet sind. Damit erfolgt keine Verknappung von Nahrungsmitteln durch den Einsatz von abfallbasierten Kraftstoffen.

Lebensmittelsicherheit

Die Verhinderung von Schadstoffen in Nahrungsmitteln ist oberstes Gebot. Das erfordert nicht nur die Reinhaltung der Lebensmittel sondern darüber hinaus auch die völlige Transparenz von nahe am Lebensmittel liegenden Stoffströmen.

Separierung der Abfälle

Verschiedentlich sind in der Vergangenheit Abfälle für die Tierfutterproduktion eingesetzt worden und damit erneut in die menschliche Nahrungskette gelangt. Dieser Einsatz von Abfällen im Tierfutter hat zu erheblichen Gefährdungen geführt und wird in der Öffentlichkeit strikt abgelehnt. Um zu verhindern, dass erneut Abfälle in die Nahrungskette gelangen ist eine völlige Transparenz der betroffenen Stoffströme erforderlich um ein erneutes Auftauchen von Abfällen in Nahrungsmitteln zu verhindern. Mit der energetischen Verwertung von Abfällen werden diese sinnvoll und dauerhaft jedem möglichen Einsatz in der Tierfutterproduktion entzogen. Ein mittelbares Einsickern in die Nahrungskette wird damit für diese Abfälle ausgeschlossen.

Kein Fall der Anwendung der TierNebV

Abfallbasierte Kraftstoffe, soweit sie als Frittierölen und Fetten (UCO) hergestellt werden, stellen keine Gefährdung des Menschen im Sinne der Hygieneverordnung und der TierNebV dar. UCOs wurden während ihres Lebenszyklus mehrfach hoch erhitzt und können durch die Separierung des Stoffstroms für die energetische Nutzung nicht in die menschliche Nahrungskette gelangen. Eine zusätzliche thermische Behandlung (Homogenisierung) vor der Verarbeitung zu Kraftstoff ausschließlich in speziell zugelassenen Produktionsanlagen ist in Anbetracht der bereits durch den Einsatz als Frittieröl und die damit verbundene hohe thermische Belastung nicht zweckdienlich. Darüber hinaus würde ein solches unsinniges Verfahren weitere erhebliche Kosten verursachen und die strikte Separierung des Stoffstromes für die energetische Verwertung gefährden.

Abgeleitete MVaK Position

Der MVaK fordert, dass UCOs weiterhin, wie dies auf europäischer und nationaler Ebene heute bereits der Fall ist, als Material der Kat3 eingeordnet werden.